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Wir über uns

Das AFS Komitee Göttingen ist ein Flächenkomitee, das südlichste in der Programmgruppe Nord. Es reicht im Süden bis zur hessischen Landesgrenze, im Westen bis an die Weser und im Osten an den Rand des Harzes und erstreckt sich im Norden bis in den südlichen Bereich des Landkreises Northeim. Die Universitätsstadt Göttingen als Oberzentrum und der gesamte Landkreis Göttingen sind immer die Kernregion des Komitees gewesen. 

Der erste AFSer aus Göttingen war Henning Egner 1951/52. Die Auswahlen wurden in jener frühen Zeit vom britischen Kulturzentrum "Die Brücke" durchgeführt. Es befand sich am Schwänchenteich. 

Ab 1952 verbrachten auf Initiative der returnees `51 die ersten amerikanischen AFSer den Sommer in deutschen Familien. Wie früh Austauschschüler auch im Raum Göttingen aufge­nommen wurden, habe ich nicht feststellen können. Die returnees hatten sich hier jedenfalls zu einem kleinen Komitee zusammen geschlossen und übernahmen wie überall in Deutsch­land ab Mitte der 50er Jahre die Organisation der Auswahlen. 

Die ersten AFS-eigenen Auswahlen in Göttingen sind 1956 für das Programmjahr 1957/58 im AFS-Archiv aktenkundig. Aus 116 Bewerbern wurden sieben Hopees ausgewählt. Vorsit­zende war die spätere langjährige Geschäftsführerin von AFS Deutschland, Bärbel Helmers, die damals in Göttingen eine Sprachenschule besuchte. Räume für die Auswahlen bekam das Göttinger Komitee im Fridtjof-Nansen-Haus, dem heutigen Goethe-Institut in der Merkel­straße. 

Das Göttinger Komitee blieb zahlenmäßig klein, in manchem Jahr gab es nur einen oder zwei Teilnehmer und 1969 fanden die Auswahlen für Göttingen sogar mit in Kassel statt. Als ich mit meiner Familie im August 1970 nach Göttingen zog, fragte mich das deutsche AFS Büro in Hamburg, ob ich mich hier für das Komitee engagieren könne, und schickte mir die Adres­sen der hier noch verbliebe­nen returnees. 

Daraus wurden für mich 34 Jahre Komiteevorsitz mit einer tollen Zusammenarbeit und allen Entwicklungen in dieser Zeit  -  Multinationales Programm, Sommerprogramm für US-Ame­rikaner bis in die 80er Jahre, Ausbau des Schulprogramms im Aufnahmebereich, Einführung der Auswahl-, Vorbereitungs- und Nach­bereitungswochenenden, Gründung von AFS Deutschland als eingetragener Verein, PPP-Pro­gramm, 18+ Programme. Die Teilnehmerzah­len schwankten leicht und waren im Entsendebereich durch strenge Quoten bei den Auswah­len vorgegeben, insgesamt gab es aber einen kontinuierlichen Anstieg. 

Das Komiteegebiet war zunächst riesengroß und umfasste auch die Landkreise Northeim, Holzminden und Teile von Osterode. Als Ute Bei­schall aus Braunschweig nach ihrem Lehr­amtsstudium in Göttingen und aktiver Mitarbeit hier im Komitee Mitte der 80er Jahre Lehre­rin an der Paul-Gerhardt-Schule in Dassel wurde, kam die Chance, nördlich des Land­kreises Göttingen ein neues Komitee zu gründen, für das Ute als Geografin den Namen LEINE­BERGLAND prägte und dessen Vorsitzende sie lange Zeit war. 

Nach der Wiedervereinigung waren wir das erste und wohl einzige gesamtdeutsche Komi­tee, da wir für den Aufbau des AFS im angrenzenden Obereichsfeld in Thüringen mit Worbis und Heiligenstadt, Dingel­städt und Leinefelde verantwortlich wurden. 

Natürlich ist es nicht nur praktisch, wenn ein Komitee zu zwei Bundesländern und innerhalb des AFS zu zwei Programmgruppen, nämlich Nord und Ost, gehört. So kam 2006 im Rahmen einer Komiteereform das Obereichsfeld zum Komitee Mühlhausen. Das Komitee Göttingen bekam einen Teil seines ursprünglichen Gebietes, nämlich den südlichen Teil des Landkreises Northeim und Osterode zurück. Zwischen Leinebergland, das im Norden Alfeld dazu bekam, und dem schon immer zu großen Komitee Hannover wurde eine neues Komitee  -  Hildes­heim ? Goslar - Salzgitter (HGS)   gegründet. Seit einigen Jahren bilden GÖT, LEI und HGS einen Komiteeverbund, um abwechselnd die Camps für die Austauschschüler hier zu organi­sieren und je nach Wunsch und Bedarf auch beim Entsenden zusammen zu arbeiten. 

2004 übernahm Christa Märländer für mehrere Jahre den Vorsitz des AFS Komitees Göttin­gen, nach Einführung des Dreierteams für die Komiteeleitung widmete sie sich vorrangig dem Aufnahmebereich. Die aktuelle Aufgabenverteilung findet Ihr auf dieser Homepage.

 

Inge Rauschning (Hoppe) USA 1951/52

Wichtige Begriffe

Die wichtigsten Begriffe sind:

 

Stammtisch

Treffpunkt für Interessierte in Abständen von ca. 4-6 Wochen in Göttingen,  Kirchengemeindehaus St. Michael, Zugang von Kurze Str., Beginn: 19.00 Uhr

 

Was aways, returnees, fresh-returnees, hosting-Eltern und sending-Eltern sind, wisst ihr bestimmt schon. Falls nein, sprecht uns bitte auf dem Stammtisch an.

 

Survival 

AFS-Regeln werden nochmals besprochen und daran erinnert, dass Schulbesuch Pflicht ist.

LOC

Die Gastschüler treffen das erste Mal nach ihrer Ankunft in den Gastfamilien in regionalen Gruppen zusammen und haben sich und den Betreuern viel zu erzählen: z.B. wie die Familie Abendbrot macht (?Immer nur Brot?)

Betreuer

Returnees oder ehrenamtliche Mitarbeiter, welche Ansprechpartner für die Gasteltern und die Austauschschüler sind. Bitte auch bei Konflikten, Missverständnissen oder Programmfragen ansprechen

Halbzeit Camp

Hier geht es darum, eine vorläufige Bilanz zu ziehen. Was heißt es überhaupt sich einzuleben? Wie weit muss man sich anpassen, um dazu zu gehören? Was ist in den vergangenen Monaten gut gelaufen und was nicht?

EOS

Das End-of-Stay-Camp soll die Gastschüler auf die Rückkehr ins Heimatland vorbereiten. Es geht um den Rückblick auf das Austauschjahr und den Versuch, für sich selbst festzustellen, was das Jahr in Deutschland bewirkt und bewegt hat; was jeder für sich mitnimmt und was er lieber hier lässt.

Reiseregeln

Für alle AFSer gilt ausnahmslos:

- Reisen mit Übernachtung (Schule und Gastfamilile ausgenommen) sind bis Weihnachten nicht erlaubt.

- Danach gilt: Reisen dürfen nur mit schriftl. Zustimmung der leiblichen Familie und der Zustimmung der Gastfamilie stattfinden. Diese sind vorher vom Austauschschüler einzuholen. 
Trotzdem sind grds. keine Reisen mit Übernachtung in Hotels, Camping etc. erlaubt.
Im Zweifel ist die Erlaubnis des Regionalbüros in Hamburg einzuholen.